
Wir sind zurück. Gott sei Dank. Ich glaub, ich war noch nie so froh wieder zurück auf heimatlichen Boden zu sein, als dieses Mal. Aber dazu später. Es gibt so viel zu erzählen und ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Vielleicht mal damit, dass ich leider meine „gute“ Spiegelreflex irgendwo im Hochzeitskram zu Hause (in Mondsee) vergessen hatte und es leider erst bemerkte als ich Sonntag nachts um 2 Uhr früh danach suchte, weil ich die Fotos ja noch für den Blog sichern wollte. Aber dafür geht’s ja diese Woche hier wieder weiter. Gefehlt hat er mir schon mein Blog … und meine Bastelsachen erst.
Drei Wochen waren wir unterwegs. Und wenn ich jetzt zurück denke an unsere Hochzeit, den Tag danach und unsere ersten Tage in Amerika, ja, es wirkt schon so in die Ferne gerückt.
Also, die Hochzeit. Sie war für uns perfekt – und ich werd ihr noch einen extra Beitrag widmen, mit mehr Fotos. Und den Projekten dazu natürlich mehrere Beiträge 🙂
Von Sonntag (nach der Hochzeit) auf Montag (Abreisetag) haben wir quasi durchgemacht und alles noch irgendwie in den Griff zu kriegen bevor wir uns für drei Wochen auf und davon machten. Mal zum Flughafen nach Wien mit dem Auto gedüst. Geflogen sind wir Wien – London – San Francisco. Zeitverschiebung waren neun Stunden (nach der Winterzeitumstellung nur noch acht).
Unsere geplante Route war San Francisco – Monterey – Los Angeles – San Diego – Las Vegas – Grand Canyon – Phoenix (2 Wochen) und dann von Phoenix nach Cabo San Jose (Baja California, Mexiko) für 6 Tage. Ein paar unserer Eindrücke werde möchte ich hier gerne mit dir teilen (ein paar Einblicke liefert ja bereits Instagram). Es war alles sooooo traumhaft. Bis auf das Ende. Das war bombastisch schlecht …
Planmäßig sind wir letzten Samstag in Mexiko zum Flughafen, denn Sonntag (1.11) sollten wir schon wieder daheim sein. Leider hatten wir einen ziemlichen „Lauf“. Unsere Flugroute nach Hause war bzw. wäre gewesen Cabo San Jose (Mexiko) – Dallas (USA) – London – Wien. In Mexiko haben wir dann irgendwann gemerkt, dass unser Flug nicht am Gate „ankam“. (Übrigens haben sie in Mexiko unseren Selfie Stick, der im Handgepäck war wie bei allen anderen Flügen auch, beschlagnahmt – er wäre zu lang #diespinnendiemexikaner). Naja, jedenfalls, mal nachgefragt – der Flug hätte drei Stunden Verspätung. Da wir dadurch alle Anschlussflüge verpasst hätten wurden wir umgebucht auf Los Angeles und einen späteren Flug aus London weg. In Los Angeles hatten wir dann wieder 1,5 Stunden Verspätung. In London (nach einem etwa 10 Stunden Flug aus LA) angekommen wurde noch meine Handtasche extra Bombensicher gecheckt, damit wir dann feststellen mussten, dass unser Flug nach Wien abgesagt wurde, wegen Nebel (lustigerweise flogen aber alle Flieger vor und nach unserem abgesagten Flieger ganz nach Plan). Gut, meine Nerven waren zu dem Zeitpunkt dann dahin, daher hatte ich mir gleich an der ersten Mitarbeiterin von British Airways Luft gemacht.
Nachdem wir sieben Stunden in einer Warteschlange angestanden sind (von halb eins mittags weg) wurde mit Megaphone durchgesagt, dass niemand mehr umgebucht wurde und wir uns verziehen sollen, Polizei stand bereits bereit. Ja, British Airways hat mit der Polizei den Costumer Service Bereich räumen lassen. Wir könnten ab 4:30 früh über die Service Line wieder versuchen eine Umbuchung zu kriegen. Kurz zusammengefasst war die gesamte Behandlung des Costumer Services von British Airways die mieseste, herablassenste und unprofessionellste die ich je erlebt habe. Ich will gar nicht zu viel ins Detail gehen (dass muss ich in meiner Beschwerde-Mail an British sowieso noch), aber das eine oder andere Taschentuch brauchte ich dann doch, mein Nervenkostüm war mir ja schon länger abhanden gekommen. Wir hatten also eine ziemlich nette Nacht am Flughafen London Heathrow gewonnen. Zumindest konnten wir mit harter Mühe unser Gepäck wieder haben. Klaus hatte mal auf einer Bank geschlafen und ich war so ge-jetlagt, dass ich einfach ab 2 Uhr früh den ersten Platz in der Schlange aussitzte und am Kindle dahin las (in Mexiko wäre es ja gerade mal fünf am Nachmittag).
Um 4:45 Uhr gestern, Montag morgen wurde der Schalter geöffnet, wir wurden beschimpft warum wir uns nicht gestern umbuchen haben lassen (ähm, wir wurden rausgeschmissen? Polizei und so? Serviceline geschlossen?) – erst Dienstag wäre jetzt wieder ein Flieger nach Wien frei. Einzige Alternative für eine Abreise am Montag – mit dem Bus 1,5 Stunden an den Flughafen nach Gatewick fahren und von dort nach Salzburg fliegen (ja, der aufmerksame Leser merkt jetzt – das Auto stand ja in Wien). Aber wir nahmen es. Hatten dort wieder 1,5 Stunden Verspätung. Mit dem Taxi zum Bahnhof. Mit der dem Zug nach Linz (es hatte eine gewisse Ironie als Klaus und ich mit vollen Koffern am Hbf in Linz standen und auf den Zug nach Wien warteten) und von dort zum Wiener Flughafen.
Als wäre das alles nicht genug, nach zwei richtig miesen Tagen, hatte in unserer Abwesenheit die Autobatterie das Zeitliche gesegnet. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich es dann bereits mit Humor und hoffte nur noch, dass der ÖMTC schnell kommt und bitte zumindest niemand bei uns eingebrochen hätte, oder sonst was schlimmes vorgefallen wäre in unserer Wohnung. Der ÖMTC kam richtig flink und waren dann doch Montag (gestern) nachts daheim (statt Sonntag nachmittag). Zumindest da war alles heile. Yay. Hatte mich nur einen zusätzlichen, komplett sinnlosen Urlaubstag gekostet und die Erkenntnis nie wieder mit British Airways oder über London zu fliegen.
Ja, vielleicht können wir irgendwann über die Gesamtsituation lachen – so im Sinne von „Weißt noch wie dermaßen scheiße das Ende unser Flitterwochen ablief …“ – vielleicht, in ein paar Jahren.
Unglaublich wie gut es sich anfühlt wieder daheim zu sein 🙂